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Bergmanns Haus „Glück Auf“

Im Bergbaumuseum zeigen sieben Ausstellungsräume auf drei Ebenen den Lebensalltag und Arbeit der Kumpel im Stein- und Braunkohlenrevier. Die Zeit scheint still zu stehen, denn die Ausstellungsstücke erwecken den Eindruck, als seien sie gerade eben noch genutzt worden. Neben Großgeräten aus dem Untertagebetrieb werden zahlreiche Modelle präsentiert, auch aus dem Braunkohlebetrieb. Fotos, eine reichhaltige Bibliothek, Kleidungsstücke, Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, Fahnen der Bergleute sowie technische Bücher aus dem Bergbau machen das Museum zu einem Stück Heimatgeschichte.


Eine echte Rarität unter den Ausstellungsstücken ist ein Untertage-Zug, dessen Waggon seinerzeit eigens für den Besuch des Bischofs umgebaut wurde. In 16.000 Arbeitsstunden haben die ehemaligen Bergleute und Mitglieder des Traditionsvereins "Glück auf" eine umfangreiche und sehenswerte Präsentation geschaffen – hier wird Geschichte lebendig und für nachfolgende Generationen erhalten.


Auch das Gebäude selbst ist von historischer Bedeutung. Einst Klosterkapelle der ortsansässigen Kapuzinermönche, barg das Haus ungeahnte Schätze, die bei dem Umbau zum Museum zutage kamen. Auch die ehemalige Begräbnisstätte des Klosters wurde gefunden. Heute gehören die fast dreihundert Jahre alten Gebeine der Mönche, umgebettet in einen Sarkophag aus dem 3. Jahrhundert, zu den Ausstellungsstücken.